Siebengebirge - Touren
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Info: Wenn man mit dem Rad im Siebengebirge unterwegs ist, kann man das älteste deutsche Naturschutzgebiet (1923) mit einer Gesamtfläche von ca. 48 km² erkunden. 1836 wurde der Drachenfels auf Initiative des preußischen Königs ausgewiesenes Schutzgebiet, nach dem schon 1773 ein Teil der Burgruine infolge des Trachytabbaus abstürzte und die Wiederaufnahme der Steinbrucharbeiten zur Fertigstellung des Kölner Doms 1823 die Abtragung des Berges zur Folge gehabt hätten. Die wirtschaftliche Nutzung der Bodenschätze im gesamten Siebengebirge, das vulkanischen Ursprungs ist, ist noch heute leicht zu erkennen; sowohl die vielen Steinbrüche wie auch Orts und Straßennamen (z.B. Schmelztal bei Bad Honnef, Ofenkaulen bei Ittenbach) zeugen davon. Mit 91% Wald ist Nordrheinwestfalens größtes Naturschutzgebiet einer der waldreichsten Naturparks in der Bundesrepublik. Wer glaubt, im Siebengebirge gäbe es lediglich sieben Berge, der irrt sich. Tatsächlich sind es erheblich mehr. Daher ist der Name vermutlich nicht auf die Anzahl der Berge, sondern auf das Wort "Siefen" (= schluchtartige Täler) zurückzuführen. Gerade diese vielen Siefen sind es, die das Biken hier so abwechslungsreich machen und dem Siebengebirge seinen z.T. wilden Charakter geben. Wer einen der sieben großen Gipfel erklimmt, wird immer mit einer fantastischen Aussicht belohnt: mal kann man bis zum Kölner Dom schauen (Petersberg/Ölberg), von der Löwenburg überblickt man das Siebengebirge sowie den Westerwald, der Drachenfels offenbart ein spannendes Rheinpanorama mit dem Drachenfelser Ländchen und der Eifel im Hintergrund und vom Petersberg aus hat man eine gute Aussicht über Bonn. |
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Außer einer aufregenden Natur gibt es im Siebengebirge noch eine Menge aufregende Zeugnisse einer bewegten Geschichte zu entdecken: Am "höchsten Berg Hollands" (Drachenfels) fuhr 1883 die erste Zahnradbahn in Deutschland und überwand auf 1,5 Kilometern eine Höhe von 255 m. Der Tourismus im Siebengebirge gründet auch auf der Rheinromantik, in der der Drachenfels eine zentrale Rolle spielt. Auch der Petersberg hat eine weit zurückreichende Geschichte, von der ein Ringwall zeugt. Im 11 Jh. entstand hier eine Klosterkirche der Augustinermönche, deren Grundmauern man heute noch sehen kann. Noch bevor der Petersberg durch das Bundesgästehaus bekannt wurde, übernachteten hier auch Staatsgäste. 1938 schlief hier der britische Premierminister N. Chamberlain, als er während der Sudetenkrise im Rheinhotel Dreesen mit Hitler verhandelte. Von 1949 bis 1952 war der Petersberg Sitz der Alliierten Hohen Kommission. Politik wird auf dem Petersberg immer noch gemacht, wie z.B. während der Afghanistankonferenz. Doch sogar für Hochzeiten ist dieser Ort sehr gefragt: nur wenige erhalten die Möglichkeit, wie Michael Schuhmacher in der Kapelle Sankt-Peter zu heiraten. Doch für Biker zählen andere Informationen viel mehr: Die Kurven der einzigen geteerten Zufahrt zu einem Gipfel des Siebengebirges sollten Radler nicht unterschätzen - wie schnell man hier im Graben landen kann, hat auch schon Leonid Breschnew festgestellt. Der war allerdings nicht mit dem Bike, sondern mit einem nagelneuen Mercedes 300 unterwegs. Und isotonische Getränke hatte er angeblich auch nicht im Blut... Gegenüber der Auffahrt zum Petersberg befinden sich die jahrhundertalte unterirdische Tuffsteinbrüche Ofenkaulen, die als Produktionsstätte und Zufluchtsort der Königswinterer Bevölkerung im zweiten Weltkrieg dienten. Ein bißchen unheimlich ist es schon, wenn man über die Trails hier steuert! In Rhöndorf kann man das Haus des ehemaligen Bundeskanzlers Adenauer besichtigen. In der Nähe des Wallfahrtsortes "Auge Gottes" oberhalb von Bad Honnef findet man Reste alter Anlagen, die dem Abschuss von V1-Raketen dienen sollten und tolle Trails. Wer so weit südlich im Siebengebirge unterwegs ist, braucht sich auch am Wochenende nicht über verstopfte Wege beklagen. Wer noch mehr Informationen sucht, findet diese sicherlich auf den Internetseiten des Verschönerungsvereins Siebengebirge oder des Siebengebirgsmuseums. . |
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Route 1: Karte Siebengebirge1 Route 2: Karte Siebengebirge 2 (ca. 400 Kb) Alle Angaben ohne Gewähr
Kultur im Siebengebirge Adenauer Haus Konrad Adenauer (1876-1967) wohnte hier von 1937 bis zu seinem Tode. Siebengebirgsmuseum Das Museum befindet sich in der Altstadt von Königswinter in einem Wohnhaus von 1732. Errgänzt wird die Ausstellung zum Siebengebirge durch Sonderausstellungen und ein breites museumspädagogisches Angebot. Schloss Drachenburg Die jüngste der Burgen am Mittelrhein ist ursprünglich eine günderzeitliche Villa, die durch den Bankier Stefan von Sarter verwirklicht wurde. Zur Zeit wird das Gebäude renoviert. Heimatmuseum Brückenhof Das Museum ist in einem alten Fachwerkhaus im Weinort Oberdollendorf beheimatet. Es beherbergt eine alte Küche und Schusterwerkstatt. Der Eintritt ist frei. Haus Schlesien In einem ehemaligen zisterziensischen Fronhof der Abtei Heisterbach kann man das Museum für Schlesische Landeskunde besuchen, das eine Sammlung schlesischer Kunst- und Kulturgüter aus sieben Jahrhunderten beherbergt. Friedensmuseum Brücke von Remagen In den alten Brückentürmen erzählt eine Ausstellung die Geschichte der Brücke und erinnert an den Bau, die Eroberung und an die schweren Kämpfe im Brückenkopf, an denen deutsche, amerikanische, belgische und englische Soldaten beteiligt waren, erweitert um eine umfangreiche Dokumentation der mehr als 200 Kriege seit 1945. Die Brücke liegt linksrheinisch, also mit Blick auf das Siebengebirge. Folk im Feuerschlösschen "Folk im Feuerschlösschen bietet Euch in halbjährlichen Programmen ein breites Angebot von Konzerten erstklassiger Musiker im für seine gute Akustik bekannten und beliebten Foyer des Feuerschlösschens auf dem Gelände des Siebensgebirgsgymnasiums". Das Programm zu dieser Ankündigung auf der Internetseite: www.folkimfeuerschloesschen.de.vu
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